Blutegeltherapie

Die Anwendung von Blutegeln in der Heilkunst ist vermutlich so alt wie die Heilkunst selbst. Im Mittelalter gehörten Blutegel zur therapeutischen Ausstattung der bedeutendsten Ärzte. Bis zum 19. Jahrhundert war die Behandlung mit Blutegeln auch in Europa weit verbreitet. Doch dann flaute das allgemeine Interesse an der bewährten Blutegeltherapie zu Gunsten moderner Therapieverfahren immer mehr ab. So verlor die Blutegeltherapie zwar an Boden, aber keineswegs an Bedeutung. Bei vielen naturheilkundlich ausgerichteten Therapeuten hat diese Heilbehandlung heute wieder ihren festen Platz gefunden. Das ist insofern nicht verwunderlich, als dass die Blutegeltherapie bei vielen Erkrankungen äusserst erfolgreich eingesetzt werden kann.

 

Die Blutegel werden an die betreffende Stelle angesetzt, der Blutegel beißt mit seinen kleinen Zähnchen zu und fängt an Blut zu saugen. Im Verlauf des Saugvorgangs werden Substanzen abgegeben, darunter auch Wirkstoffe, die als konventionelle Arzneimittel eingesetzt werden. Mit modernen Analysemethoden konnten in den letzten Jahrzehnten Inhaltsstoffe des Blutegelsekrets und deren Wirkmechanismen aufgeklärt werden. Die therapeutische Wirkung dieser Substanzen zeigt sich als durchblutungsfördernd, gerinnungshemmend, schmerzlindernd und entzündungshemmend.

 

Einige Beispiele in denen Blutegel sehr erfolgreich angewendet werden: Arthrose, Sehnenentzündungen, Hufrollenentzündung, Hufrehe, Abszesse, Hämatome (auch Blutohr), schlecht heilende Wunden, uvm. Eine Blutegelbehandlung dauert ca. 1 bis 2 Stunden, die Kosten belaufen sich auf 9,- Euro pro Egel und 40,- € pro Stunde. Die Behandlung sollte, vor allem bei chronischen Erkrankungen wiederholt werden.